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Die Evangelischen Schulen in Sachsen.

Schulhof — Reformationsjubiläum

500 Jahre Reformation – und wir waren dabei

28.11.2017

Wir, die 5 Jungen und 16 Mädchen der 4. Klasse der Evangelischen Grundschule Göltzschtal waren vom 29.05. bis zum 02.06.2017 in der Lutherstadt Wittenberg zu Gast. Da wir eine evangelische Grundschule sind, haben wir uns an der Ausschreibung der Evangelischen Schulstiftung Deutschland mit einem Programm zum 500-jährigen Reformationsjubiläum in Wittenberg beworben.

Stellt euch vor – wir haben 4 Tage in Wittenberg gewonnen.

Dafür haben wir uns sehr angestrengt und jeder hat eine Aufgabe, z.B. einen Gedichtvortrag, ein Mitspiel beim Sketch oder einen Vortrag mit dem Instrument erfüllt. So haben wir ein tolles, interessantes, einstündiges Programm in unserem Gepäck nach Wittenberg mitgenommen.

Am Montag, dem 29. Mai 2017 war es dann endlich soweit! Wir trafen uns um 8:00 Uhr mit unseren Koffern und Rucksäcken erwartungsfroh und ganz aufgeregt in der Schule. Als alle da waren, kam auch schon der Reisebus. Da haben wir ganze 4 Stunden im Bus gesessen. Als wir dann endlich am Ziel waren, hat uns Herr Schreiber, der Leiter des Glöcknerstifts schon erwartet. Der Herbergsleiter hat uns erst einmal über die Geschichte des Glöcknerstifts etwas erzählt und uns auf wichtige Dinge der Hausordnung hingewiesen. Danach durften wir endlich in unsere Zimmer gehen. Nach dem leckeren Mittagessen (es gab Nudeln) sind wir das erste Mal in die schöne alte Stadt Wittenberg gegangen. In der restaurierten Altstadt ist alles auf kurzem Weg zu erreichen und man kann alle historischen Gebäude schnell finden. In der Stadtinformation gegenüber der Schlosskirche begrüßte uns dann Rainer, der Stadtführer. In 2 Stunden zeigte er unserer Klasse alle Sehenswürdigkeiten der Reformation in Wittenberg.

– Wir haben die Tür der Schlosskirche besichtigt, an die Martin Luther im Jahr 1517

seine 95 Reformationsthesen nagelte.

– Anschließend besuchten wir den Hof von Luthers Freund, Lucas Cranach.

Wir erfuhren von seinem Schaffen als Künstler und Reformator.
– Zum Schluss der Stadtführung schauten wir uns das Wohnhaus der Familie Luther an. Besonders interessant war auch das steinerne Wappen mit der Lutherrose über der Eingangstür.

Weil es so ein heißer Tag war, gönnten wir uns alle ein leckeres Eis. In der Herberge erwartete uns das Abendessen und ein schöner Garten. Dort feierten wir den Geburtstag unserer Josy, sangen Lieder und probten noch ein bisschen an unserem Programm. Gut geschlafen haben wir in der 1. Nacht nicht – es war viel zu heiß.

Am nächsten Morgen gab es ein mega-leckeres Frühstück, ganz frische Brötchen, Käse, Wurst, Eier aber auch Müsli und Obst. Nach dem Zimmeraufräumen ging es wieder in die Stadt. Aber vorher schrieben wir alle an zu Hause eine Ansichtskarte. Nun ging es los!

Wir waren im Assi-Panometer und landeten mitten im Mittelalter, zur Zeit Martin Luthers, in der Reformationszeit. So haben wir Menschen auf dem Bild entdeckt, die Ablassbriefe kauften, um nicht ins Fegefeuer zu kommen. Irgendwie haben wir da auch verstanden, dass Martin Luther sich dagegen wehrte, weil er die Meinung vertrat, dass alle Menschen von Gott geliebt werden. Und so wurde die Reformation eingeleitet. Die Veränderungen waren auch in der Medizin zu bemerken. Auf dem großen Bild haben wir dazu einige Episoden gefunden. So sollte es auch andere Schulen geben und die Frauen sollten ein Mitspracherecht bekommen. Manchmal waren die Bilder auch ganz schön gruselig, düster und traurig.

Deshalb wollten wir selber Bilder malen und mal unser Können in der Farbenküche ausprobieren. Uns begrüßte ein sehr lustiger Künstler, der in einer Stunde viel Interessantes über Farben aus der Natur erzählte und mit uns ausprobierte. Es entstanden Bilder, die wir mit reinen Farbtönen aus Pflanzen, aus Erde, Ton oder von Tieren herstellten und malten.

Es war wieder ein sehr heißer Tag – alle schwitzten und deshalb kühlten wir unsere Füße im großen Springbrunnen im Innenhof der Universität zu Wittenberg namens „Leucorea“. Nach dem Abendessen übten wir noch einmal ganz fleißig für unseren großen Auftritt am nächsten Tag auf der Bühne der Weltausstellung. Wir waren am Mittwoch dann schon am Morgen alle sehr aufgeregt, denn jetzt mussten wir zeigen, dass wir ein tolles Programm aufführen können. Mit Bollerwagen und vielen Taschen zogen wir nach dem Frühstück los, um auf dem Gelände der Weltausstellung unseren Auftritt vorzubereiten. Unterwegs begegneten uns ganz nette Leute der „Deutschen Seenothilfe“ und boten uns an, kostenlos Riesenrad zu fahren. Das war ein Riesenspaß! Außerdem wurden wir für eine Stunde in einen wunderschönen Garten eingeladen. Dieses Projekt entstand durch die Mitarbeit vieler Jugendlicher aus aller Welt.

Nun war es soweit – Mittwoch-Nachmittag – AUFTRITT!!! Auf dem Pavillon-Gelände der Evangelischen Schulstiftung Deutschland in der Weltausstellung begrüßte uns Frau Häusel und schon ging es los. Unser Finn und unsere Charlotte moderierten das Programm und wir stellten erst einmal unsere schöne Heimat und unsere kleine Schule vor. Bei uns im Vogtland gibt es viele Sagen und wir sprechen auch ganz gut vogtländisch. Das zeigten Paula und Jil. Pia spielte Querflöte und Hannah sang dazu. Wie es so bei uns in der Schule zugeht, erzählten Lea, Elyas und Amy. Wir zeigten anschließend, dass wir uns im Religionsunterricht ganz viel mit Martin Luther und der Reformation beschäftigten. Den Psalm 23 lernten wir auswendig und einige konnten diesen sogar auf Lateinisch aufsagen. Unsere Ida spielte auf der Blockflöte „Ein feste Burg“. 6 Mädchen zeigten dann einen lustigen Tanz und zum Schluss stellten wir den Besuchern der Weltausstellung noch unsere vielen interessanten Angebote aus unserer Ganztagesschule vor. Da jeder mal einen Schutzengel braucht, haben wir dieses schöne Lied noch gesungen und an das Publikum kleine selbstgetöpferte Geschenke vergeben.

Unser Programm hat allen sehr gut gefallen und als Dankeschön haben wir frische Waffeln bekommen. Uns ist allen ein großer Stein vom Herzen gefallen, dass wir es nun so toll geschafft haben.

Wenn ihr Lust auf mehr habt, geht mal auf unsere Homepage der Evangelischen Grundschule Göltzschtal. Dort kann man ganz tolle Bilder von unserem Auftritt sehen. Leider war es dann ja unser letzter Tag in Wittenberg. Am Abend haben wir uns noch ins Gästebuch des Glöcknerstifts eingetragen und uns ganz, ganz sehr bei unseren Gastgebern bedankt.

 

Für uns war dieser Aufenthalt ein Super-Erlebnis, eine große Chance, unsere Schule vorzustellen und ganz viel über den großen Reformator Martin Luther zu erfahren. Unser besonderer Dank geht an die Evangelische Schulstiftung Deutschland, die uns diesen Aufenthalt ermöglichte

Die Redakteure der AG Medien der Evangelischen Grundschule Göltzschtal aus Reumtengrün.

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Evangelische Grundschule Göltzschtal
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