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Die Evangelischen Schulen in Sachsen.

Schulhof — Bericht

Evangelische Schulen stellen sich vor: Freie Evangelische Schule Dresden

05.03.2015 Susan Lange

Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. Die Bibel, Hebräerbrief, Kapitel 11, Vers 1

 

Als ich 2009 Mitglied im Evangelischen Schulverein Dresden werden wollte, bat man mich, diesen Wunsch kurz zu begründen. Das fiel mir nicht schwer, denn es gab viele Gründe. Da waren zum einen meine zwei Kinder, die als Grundschüler eine wunderbare Zeit an der FES hatten. Da war das große Abenteuer Mittelschule, dass damals noch in den Kinderschuhen steckte und jede Unterstützung brauchte. Da war die jahrelange Mitarbeit bei den Schulnachrichten als Schaufenster des Schulalltags. Ja, und dann war da die große Herausforderung, ein neues Schulgebäude für Grund- und Mittelschule zu bauen.

alte Schule

 

Gerade Letzteres fand ich richtig spannend und herausfordernd. Als Verein waren wir zahlenmäßig viel zu klein. Unsere vorhandenen Finanzen reichten gerade einmal für erste Planungen. Schulanmeldungen und das Interesse neuer Lehrer an unserer Schule hielten sich damals sehr in Grenzen. Alles optimale Bedingungen, um ein Millionenprojekt wie das unsrige zu stemmen ☺. Nein, diesen Galgenhumor hatte ich damals nicht. Auch mir war bange, wenn ich an das viele Geld dachte, was nötig ist, um ein Schulzentrum zu bauen. Die wenigen Ressourcen, die wir hatten, machten die Sache nicht leichter. Und doch wollte ich unbedingt dabei sein, wenn ein Abenteuer seinen Anfang nimmt.

Baubeginn

Dabei wusste ich von den bis dahin vergeblichen Versuchen, unserer Schule eine richtige Heimat zu geben. Wusste von Menschen, die mit viel Herzblut mit auf dem Weg zu diesem Ziel waren und resignierten, weil Hoffnungen immer wieder wie Seifenblasen zerplatzten. Und ich wusste, dass der jetzige Versuch der definitiv letzte sein würde… Aber ich wusste auch, dass wir als Schulverein und als Schulgemeinschaft auf einen Gott hoffen, der zu seinen Verheißungen steht. Einem Gott, der oftmals Segen und finanzielle Mittel nicht wahllos per Rundumschlag verteilt, sondern Herzen ansieht und Vertrauen einfordert. Hier kommt der Bibelvers aus dem Hebräerbrief ins Spiel: die Definition für Glauben schlechthin und eine tiefe Wahrheit. Glauben heißt, die Zuversicht nicht zu verlieren, dass Gott Unmögliches möglich machen kann. Glauben heißt, Gott in allem, in den großen und kleinen Dingen meines Lebens, ganz zu vertrauen, auch wenn alle Vernunft dagegen spricht. Dann kommt es auch nicht mehr auf die Größe der Mannschaft an, auf deren Potential oder Vermögen. Die Bibel kennt viele Geschichten, wo einzelne Menschen ganze Heere besiegt haben, weil sie dem großen, unsichtbaren Gott vertrauten. Natürlich gibt es auch Momente des Zweifelns, manchmal fast Verzweifelns. Als Schulverein standen wir so manches Mal vor riesigen Problemen und konnten nur noch darauf vertrauen, dass Gott handelt, um dann richtig große Wunder zu erleben.

Als ich am ersten Schultag des neuen Schuljahres mit den vielen Schulkindern und Mitarbeitern vor dem neuen Schulgebäude stand, kam mir all das wieder in den Sinn. Ja, es hat sich gelohnt, zu vertrauen und die Zuversicht nicht aufzugeben, dass Gott Geschichte schreibt – auch mit unserer Schule. Gottes Handeln ist neu sichtbar geworden, für mich in einem modernen Schulkomplex an der Hausdorfer Straße. Unsere FES hat jetzt ein richtiges Zuhause und ich durfte bei diesem Wunder dabei sein – was für ein Geschenk!

Autor: Steffen Schüller

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Tags

Freie Evangelische Schule Dresden, freie Schulen