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Die Evangelischen Schulen in Sachsen.

 

Kennzeichen Evangelischer Schulen

Evangelische Schulen:

  • machen das Evangelium als lebendigen Grund durch die Schule erfahrbar
  • bieten den christlichen Glauben als Orientierung an
  • nehmen das einzelne Kind mit seinen Stärken und Schwächen an
  • nutzen die Erkenntnisse der Lern- und Entwicklungspsychologie
  • stärken die Persönlichkeit und ermutigen zur Leistung
  • lehren den verantwortlichen Umgang mit der Schöpfung
  • beziehen die Eltern im Interesse der Entwicklung des Kindes achtungsvoll ein
  • erweitern ihre Lernorte durch Zusammenarbeit mit den Kirchgemeinden und durch Einbeziehung diakonischer bzw. anderer Einrichtungen

Bildungskonzeption der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens (PDF)


Grundlagen Evangelischer Schulen

Evangelische Schulen sind staatlich genehmigte Ersatzschulen in freier Trägerschaft. Sie gründen sich auf dem Anspruch, innerhalb einer vorwiegend staatlich geprägten Schullandschaft die Orientierung am christlichen Menschenbild zur Grundlage schulischen Handelns zu machen.

 

Ihre rechtlichen Grundlagen sind:

  • Die Verfassung des Freistaates Sachsen (Auszug):

    Artikel 102

    (1) Das Land gewährleistet das Recht auf Schulbildung. Es besteht allgemeine Schulpflicht.

     

    (2) Für die Bildung der Jugend sorgen Schulen in öffentlicher und in freier Trägerschaft.

     

    (3) Das Recht zur Errichtung von Schulen in freier Trägerschaft wird gewährleistet. Nehmen solche Schulen die Aufgaben von Schulen in öffentlicher Trägerschaft wahr, bedürfen sie der Genehmigung des Freistaates. Die Genehmigung ist zu erteilen, wenn sie in ihren Lehrzielen und Einrichtungen sowie in der wissenschaftlichen Ausbildung ihrer Lehrkräfte nicht hinter den Schulen in öffentlicher Trägerschaft zurückstehen und eine Sonderung der Schüler nach den Besitzverhältnissen der Eltern nicht gefördert wird. Die Genehmigung ist zu versagen, wenn die wirtschaftliche und rechtliche Stellung der Lehrkräfte nicht genügend gesichert ist.

     

    (4) Unterricht und Lernmittel an den Schulen in öffentlicher Trägerschaft sind unentgeltlich. Soweit Schulen in freier Trägerschaft, welche die Aufgaben von Schulen in öffentlicher Trägerschaft wahrnehmen, eine gleichartige Befreiung gewähren, haben sie Anspruch auf finanziellen Ausgleich.

     

    (5) Das Nähere bestimmt ein Gesetz.

  • Das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland (Auszug):

    Artikel 7

    (1) Das gesamte Schulwesen steht unter der Aufsicht des Staates.

     

    (2) Die Erziehungsberechtigten haben das Recht, über die Teilnahme des Kindes am Religionsunterricht zu bestimmen.

     

    (3) Der Religionsunterricht ist in den öffentlichen Schulen mit Ausnahme der bekenntnisfreien Schulen ordentliches Lehrfach. Unbeschadet des staatlichen Aufsichtsrechtes wird der Religionsunterricht in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Religionsgemeinschaften erteilt. Kein Lehrer darf gegen seinen Willen verpflichtet werden, Religionsunterricht zu erteilen.

     

    (4) Das Recht zur Errichtung von privaten Schulen wird gewährleistet. Private Schulen als Ersatz für öffentliche Schulen bedürfen der Genehmigung des Staates und unterstehen den Landesgesetzen. Die Genehmigung ist zu erteilen, wenn die privaten Schulen in ihren Lehrzielen und Einrichtungen sowie in der wissenschaftlichen Ausbildung ihrer Lehrkräfte nicht hinter den öffentlichen Schulen zurückstehen und eine Sonderung der Schüler nach den Besitzverhältnissen der Eltern nicht gefördert wird. Die Genehmigung ist zu versagen, wenn die wirtschaftliche und rechtliche Stellung der Lehrkräfte nicht genügend gesichert ist.

     

    (5) Eine private Volksschule ist nur zuzulassen, wenn die Unterrichtsverwaltung ein besonderes pädagogisches Interesse anerkennt oder, auf Antrag von Erziehungsberechtigten, wenn sie als Gemeinschaftsschule, als Bekenntnis- oder Weltanschauungsschule errichtet werden soll und eine öffentliche Volksschule dieser Art in der Gemeinde nicht besteht.

     

    (6) Vorschulen bleiben aufgehoben.

 

Landeskirchliche Anerkennung

Die Unterstützung der Schulstiftung ist für alle Schulen möglich, die die Anerkennung unserer Landeskirche als Evangelische Schule haben. Diese Anerkennung erfolgt auf der Grundlage der Richtlinie der Landeskirche und kann beim Landeskirchenamt beantragt werden.

 

Grundsätze zur landeskirchlichen Anerkennung von Schulen in freier Trägerschaft als Evangelische Schulen (PDF)