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Die Evangelischen Schulen in Sachsen.

Bildungspolitik — Bericht

Fachforum Schulsozialarbeit

19.04.2018

Gelungene Kooperation zwischen Landesjugendpfarramt, Diakonischem Amt und Schulstiftung

 

 

Am 16.04.2018 trafen sich etwa 60 Schulsozialarbeiter*innen, Projektträger, Lehrer*innen, Vertreter*innen evangelischer Hochschulen und sächsischer Landes- und Kommunalpolitik zum hochaktuellen Thema Schulsozialarbeit. Im Mittelpunkt standen die Umsetzung bildungstheoretischer Konzeptionen und die strukturelle und fachliche Weiterentwicklung der Schulsozialarbeit im Freistaat Sachsen. Im sehr informativen und gesellschaftskritischen Vortrag durch Uwe Hirschfeld, Professor an der Evangelischen Hochschule Dresden, zu Bildungstheorie, Aufgaben von Bildung und Schule wurde deutlich wie Schulsozialarbeit an der Bildungskonzeption und in der Praxis moderner Schule wirksam werden kann. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist die Vorbereitung der Schulleitungen und Lehrer/innen auf Kooperation in multiprofessionellen Teams.

 

Diese gelingende Kooperation konnte Jenny Eibig, Schulsozialarbeiterin an der Freien Evangelischen Schule in Dresden, eindrucksvoll schildern. Sie stellte das sehr umfangreiche Aufgabenfeld für sich an der Oberschule und ihren Kollegen an der Grundschule praxisrelevant und konzeptionell überzeugend dar. Deutlich wurden das vielseitige Aufgabengebiet und die Verknüpfung zwischen offenen Angeboten, Beratungs- und Krisensituationen und Elternarbeit und die vertrauensvolle Kommunikation und Zusammenarbeit mit den pädagogischen Kolleg*innen an der Schule.

 

In den folgenden moderierten Arbeitsgruppen diskutierten die Teilnehmer*innen sehr aufmerksam und intensiv die Hürden, die einer erfolgreichen Implementation von Schulsozialarbeit entgegenstehen. Das Landesprogramm und die Verankerung des Themas im Schulgesetz werden sehr positiv wahrgenommen, wenngleich es jetzt darum gehen muss, sowohl die Institution Schule vorzubereiten und Schulleiter und Lehrer*innen zu informieren und zu sensibilisieren für die Erweiterung der Perspektive auf den jeweiligen Schüler. Genauso muss es darum gehen, dass Schulen in freier Trägerschaft und Grund- und Förderschulen bzw. Gymnasien im gleichen Umfang an der Förderung der Schulsozialarbeit teilhaben können.

 

Unter anderem dieses Thema aber auch ein Blick in andere Bundesländer, der Fachkräftemangel, Qualitätsstandards, die Fachempfehlungen und Fortbildungsangebote der LAG wurden im anschließenden sehr vielfältig besetzten Podium untereinander und mit dem Publikum unter der Moderation von Rolf Schmidt (Landesjugendpfarramt) diskutiert. Die zweite Beigeordnete des Landkreises Leipzig berichtete vom Wachsen und Begleiten der Schulsozialarbeit vor Ort als ein mögliches und erfolgreiches Modell das Thema nachhaltig zu implementieren. Deutlich wurde auch, dass auf keinen Fall offene und mobile Jugendarbeit in Konkurrenz zur Schulsozialarbeit stehen sollen, sondern beide Ansätze mit ihren jeweiligen Ansätzen ihre Berechtigung haben.

 

Der nächste Schritt seitens der Organisatoren ist nun die Auswertung und weitere Planung gemeinsam mit den Verantwortlichen des Sächsischen Ministeriums für Kultus, um Arbeitssituationen vor Ort in den Schulen so zu gestalten, das Schulsozialarbeit wirksam werden kann.

 

Brit Reimann-Bernhardt

 

Hier finden Sie die Beiträge der Veranstaltung

 

 

 

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