Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. OK
Die Evangelischen Schulen in Sachsen.

Allgemein — Evangelisches Profil

Festveranstaltung

24.04.2018 Wiebke Nenoff

Dresden. Anlässlich des 10jährigen Jubiläums der Schulstiftung der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens waren Vertreter von Schulleitungen und Schulträgern evangelischer Schulen in Sachsen sowie weitere Gäste zu einer Festveranstaltung ins Haus der Dreikönigskirche eingeladen.

 

Zum Auftakt wurde ein feierlicher Gottesdienst mit Landesbischof Dr. Carsten Rentzing und Oberlandeskirchenrat Burkart Pilz gehalten. Herr Pilz hielt in einer kleinen Ansprache Rückschau auf die Gründung der Schulstiftung und dankte dem Stiftungsteam für das Wirken in den letzten 10 Jahren. In seiner Predigt bezog sich der Landesbischof auf das Bild des Senfkorns, das zu einer großen Pflanze wächst (Mk. 4, 31 + 32), und verglich dies mit dem Wachsen der Schulstiftung und der evangelischen Schulen als Orte in deren Schutz und Schatten „sich Gottes Reich in unserer Gegenwart verwirklicht“.

 

Im Anschluss an den Gottesdienst sprach der Sächsische Staatsminister für Kultus, Christian Piwarz, ein Grußwort an die Festgemeinschaft. Er betonte, dass die 72 freien, evangelischen Schulen in Sachsen mit ihren verschieden pädagogischen Ansätzen einen festen Bestandteil der sächsischen Bildungslandschaft darstellten, und würdigte das Engagement der Schulstiftung als verlässliches Unterstützungssystem der freien Schulen. Gleichzeitig betonte er die gemeinsamen Herausforderungen angesichts des aktuellen Lehrerbedarfs. Aktuelle politische Entscheidungen, wie die der Verbeamtung, dürften nicht zu Lasten der freien Schulen gehen. Im Sinne des gemeinsamen Ziels, gute Bildung für alle Schüler in Sachsen zu ermöglichen, lud er ein, miteinander im Gespräch und Austausch zu bleiben.

In einem zweiten Grußwort erinnerte Bettina Westfeld, Vizepräsidentin der Landessynode, an die Gründung der Schulstiftung der Ev.-Luth. Landeskirche vor 10 Jahren und dankte allen Eltern, Lehrern und Mitarbeitern evangelischer Schulen für ihre Beharrlichkeit in den herausfordernden Jahren der Schulgründungen und für das beständige Suchen nach neuen Wegen der Bildung.

Frau Dr. Annerose Fromke, Geschäftsführerin der Schulstiftung in der EKD, betonte in ihrem Grußwort ihre Verbundenheit mit dem Team der sächsischen Schulstiftung. Sie stellte heraus, dass es in keinem anderen Bundesland evangelische Schulen in dieser Anzahl und Vielfalt gebe, und würdigte die Arbeit der Schulstiftung, die, vergleichbar mit der Schulstiftung in der EKD, auf Qualität und Vertrauen basiere.

 

 

Am Nachmittag setzte sich das Festprogramm mit einem Impulsvortrag von Prof. Dr. Klaus Zierer, Ordinarius für Schulpädagogik an der Universität Augsburg, zum Thema „Bildung neu denken – Grundlinien eines zeitgemäßen Bildungskonzepts für evangelische Schulen“ fort. Herr Zierer appellierte an die Bildungsverantwortung von Schulen. Angesichts gegenwärtiger nationaler und globaler Herausforderungen „in einer Welt, die aus den Fugen zu geraten droht“ stellt er die positive Beziehung zwischen Lehrperson und Schüler ins Zentrum erfolgreichen Bildungshandelns.

 

In Anlehnung an die Thesen des Vortrags lud die Moderatorin Mira Körlin Prof. Dr. Zierer, Prof. Dr. Christian Schwarke von der Universität Dresden, Thomas Colditz, MdL, OLKR Burkart Pilz und Sabine Ulrich, Schulleiterin des Evangelischen Schulzentrums Leipzig, zu einem Podiumsgespräch ein. Zentrale Themen waren dabei die „Dauerkrise“ der Religion insbesondere in den ostdeutschen Bundesländern und die Bedeutung der evangelischen Schulen, die sich im Vergleich zu öffentlichen Schulen durch qualitativ andere Herangehensweisen auszeichneten und den Schülerinnen und Schülern wertvolle Orientierung auf Basis des Evangeliums und des Glaubens böten.

 

Musikalisch wurde das Festprogramm durch die Geschwister Flora Henrike und Jonathan Herz, beide Schüler des Evangelischen Kreuzgymnasiums in Dresden, mit Cello und Akkordeon begleitet.

 

Wir danken allen Gästen und Vertretern aus unseren Schulen, die zum Gelingen unserer Veranstaltung beigetragen haben, und freuen uns, mit der gesammelten Kollekte von 441,06 € die Arbeit des Gustav-Adolf-Werkes zur Förderung von Schulen in Syrien unterstützen zu können.

 

 

Grußwort Christian Piwarz

Grußwort Bettina Westfeld

Grußwort Dr. Annerose Fromke

Autor(en) des Artikels

Tags

Jubiläum, Schulstiftung der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens