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Die Evangelischen Schulen in Sachsen.

Elternsprechstunde — Aktuelles

KESS Elternschule

19.10.2017

Erstmals fand an unserer Schule, der Evangelischen Grundschule Radebeul, an fünf Abenden in den Monaten Mai bis Juni 2017 die KESS-Elternschule „KESS erziehen: Weniger Stress – mehr Freude“ unter Leitung von Frau Hühne und Frau Bennert statt. 12 Eltern (als Paare oder einzeln) nahmen daran teil und kamen auf diese Weise über Erziehungsfragen miteinander ins Gespräch.

 

Die Elternschule „Kess-erziehen“ ist ein Projekt der AKF – Arbeitsgemeinschaft für katholische Familienbildung e. V., Bonn. Grundsätzlich baut „Kess-erziehen“ auf dem christlichen Menschenbild, dem individualpsychologischen Ansatz von Rudolf Dreikurs, der neueren Kommunikationspsychologie und Aspekten des Führungsmanagements auf. Die einzelnen Elternkurse wurden dabei in Zusammenarbeit mit verschiedenen Kooperationspartnern entwickelt. Nähere Informationen sind auch unter www.kess-erziehen.de erhältlich.

 

KESS-erziehen vermittelt Väter und Müttern viele praktische Anregungen für den Erziehungsalltag. Und, noch wichtiger: eine Einstellung, die das Zusammenleben in der Familie erleichtert. KESS steht für

K wie kooperativ:

Das heißt: gemeinsam für ein gutes Familienklima sorgen, Regeln verabreden statt diktieren, Konflikte zu lösen, dass keiner zu kurz kommt.

E wie ermutigend:

Das heißt: sich dem Kind zuwenden, auf seine Stärken schauen, seine Selbstständigkeit fördern, ihm zumuten, die Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen.

S wie sozial:

Das heißt: die Bedürfnisse des Kindes nach Zuwendung und Mitbestimmung erfüllen und darauf achten, dass es seinerseits die Bedürfnisse der Eltern respektiert.

S wie situationsorientiert:

 

Das heißt: die im Moment gegebenen Bedingungen und die Möglichkeiten berücksichtigen, die bei Mutter und Vater sowie beim Kind vorhanden sind.

 

Der Kurs „KESS erziehen: Weniger Stress – mehr Freude“ stellt die Entwicklung des Kindes, gestützt durch Ermutigung, und dessen verantwortungsvolle Einbeziehung in die Gemeinschaft in den Mittelpunkt. Eltern mit Kindern im Alter von 3-10 Jahren erhalten eine praktische, ganzheitlich orientierte Erziehungshilfe. Gleichzeitig wird eine Vernetzung interessierter Eltern angeregt. Auch für ältere Kinder in der Pubertät gibt es entsprechende Kursangebote.

 

Die Rückmeldung der teilnehmenden Eltern war durchwegs positiv und schon jetzt gibt es Anfragen interessierter Eltern zur Durchführung eines weiteren Kurses für das Schuljahr 2017/18. Exemplarisch seien hier die Rückmeldungen einiger Eltern zitiert:

 

„Wir haben den KESS-Kurs als große Bereicherung empfunden. Bereicherung in vielerlei Hinsicht: für den Blick auf unsere Kinder und deren Verhalten, für das Hinterfragen eigener Denk- und Handlungsmuster und für die Kommunikation (nicht nur) mit unseren Kindern. Darüber hinaus bot der Kurs für uns ein schönes Forum, andere Eltern unserer Schule näher kennenzulernen. Es war (und ist) ein beruhigendes Gefühl, mit seinen Fragen und Unsicherheiten nicht allein zu sein. Danke an die beiden Kursleiterinnen Frau Bennert und Frau Hühne!“

 

„Der KESS Kurs hat unsere Erwartungen erfüllt. Wir haben in kurzweiligen Sessions Inhalte zu praktischen Fragen der Kindererziehung vermittelt bekommen, die in Übungen und Rollenspielen vertieft wurden. Der persönliche Austausch mit anderen Kursteilnehmern war eine wichtige und beruhigende Erfahrung, da es in vielen Situationen im Alltag mit Kindern in den meisten Familien ähnliche Herausforderungen gibt. Für uns war die Teilnahme als Paar insofern gut, als wir für besondere Situationen Handlungsalternativen kennen gelernt haben, die wir nun im Umgang mit unseren Kindern anwenden können.“

 

„Um eins gleich vorwegzunehmen; der Kurs bietet keine einfachen Lösungen, getreu dem Motto: Wenn das Kind ein störendes Verhalten zeigt, muss ich nur in bestimmter Weise reagieren und der Konflikt ist beendet. Nein, so ist es gerade nicht. Der Kurs setzt vielmehr bei einem selbst an, indem er den Blick für die sozialen Bedürfnisse des Kindes öffnet und hilft, die verschiedenen Verhaltensweisen der Kinder und deren Motivationen einzuordnen. Den Eltern werden Wege aufgezeigt, diese sozialen Bedürfnisse des Kindes zu erkennen, langfristig zu erfüllen und so die Eltern-Kind-Beziehung nachhaltig zu verbessern. Uns hat der Kurs sehr geholfen, da sich die familiäre Atmosphäre dadurch spürbar verändert hat. Das bedeutet nicht, dass keine Konflikte mehr auftreten. Aber sie haben sich reduziert und laufen deutlich anders ab. Soviel dazu. Ich hoffe, das Feedback hilft, den Kurs auch längerfristig an der Schule zu etablieren.“

 

Wir haben uns über die positive Rückmeldung der Eltern gefreut und erhoffen uns durch eine Etablierung des Kurses an unserer Schule, dass Eltern Raum erhalten um über Erziehungsfragen miteinander ins Gespräch zu kommen und ihr eigenes Erziehungsverhalten zu reflektieren. Möglicherweise lässt sich darüber hinaus auch eine engere Erziehungszusammenarbeit mit den Pädagogen der Schule anbahnen. Erziehung geht uns alle an! Wir würden uns daher freuen, wenn auch in diesem Schuljahr wieder Eltern am Kurs teilnehmen.

 

Der Kurs wurde von der Schulstiftung der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens gefördert.

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