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Die Evangelischen Schulen in Sachsen.

Lehrerzimmer — Evangelisches Profil

Neu an einer evangelischen Schule?!

25.01.2018 Wiebke Nenoff

 

Im November 2017 startete der Kurs „Neu an einer Evangelischen Schule“ – für pädagogische Fachkräfte, die in den letzten Monaten begonnen haben, an einer Evangelischen Schule zu unterrichten. In der Auftaktveranstaltung haben sich die Kursteilnehmer einander vorgestellt und theoretische Einblicke in das System freier Schulen und die Besonderheiten eines Evangelischen Profils gewonnen. Im Januar fand das zweite Modul statt – hier wurden unter dem Motto „Evangelisches Profil – Orientierung am Alltag, lebensnah“ eigene Hintergründe und Erfahrungen im Alltag in Bezug gesetzt zur (religiösen) Praxis an einer christlichen Schule. Unsere Referentin, Frau Reimann Bernhard, schildert Eindrücke aus dem Kurs:

 

„Welche biographische Prägung haben Sie eigentlich in Bezug auf Religion? Welchen Zugang zu religiösen Themen wählen Sie für sich? Was fällt Ihnen in Bezug auf Religion im Umgang mit Ihren Schülern und Kollegen eher leicht, was ist schwieriger? Welche Rolle spielt Religion/Spiritualität für Sie im Alltag einer evangelischen Schule?

Unter anderem diese Fragen haben wir uns gemeinsam mit Pfarrer Andreas Dohrn aus Leipzig im Kurs Neu an einer evangelischen Schule?! in 1,5 Tagen gestellt. Die 27 Stunden an der Evangelischen Akademie und in der Stadt Meißen waren ein Erlebnis mit vielen Sinnen. Wir, das sind 11 Lehrerinnen/Lehrer und Erzieherinnen/Erzieher und ich als Kursbegleiterin von der Schulstiftung, die auf dem Weg sind, sich in vier Modulen bis zum Schuljahresende, als professionelle Bezugspersonen für Kinder und Jugendliche im System evangelische Schule zu orientieren.

In vertrauensvoller Atmosphäre und in einer durch lange Geschichte und bedeutende Ereignisse geprägten Umgebung sind wir dem Thema evangelisch sein, evangelisches Profil an der Schule und eigener religiöser Prägung auf die Spur gekommen. Wir haben gedacht, gelacht, dem Referenten und uns gegenseitig zugehört, Sorgen, Nöte und Freuden des schulischen Alltages beleuchtet. Bei einer Führung durch das an die Evangelische Akademie angrenzende Sächsische Landesgymnasium St. Afra konnten wir uns mit dem Thema individuelle Förderung, Erziehung, Umgang mit besonderen Begabungen auseinandersetzen; ebenso wie mit dem Thema der Grenzwahrnehmung zwischen eigenen Glaubensüberzeugungen und dem professionell begleitenden Handeln an der Schule.

Da auch Umgebung und Räume eine nicht unwesentliche Rolle für evangelisches Profil und Schule spielen, haben wir uns in einer romantischen Abendführung von Meißen verzaubern lassen, aber auch den sakralen und historischen Raum des Meißner Doms auf uns wirken lassen. Mit unter anderem diesen Inspirationen wandten wir uns auch dem Thema Gestaltung von Andachten mit verschiedenen schulischen Zielgruppen zu. Diese aus meiner Sicht sehr gelungene Veranstaltung lässt Vorfreude auf das Wiedersehen in der Gruppe und das kommende Seminar zum Thema Der Lehrer als Person. Lehren und Lernen ist Beziehung aufkommen.“

 

Brit Reimann-Bernhardt