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Die Evangelischen Schulen in Sachsen.

Schulhof — Bericht

Besuch in der Schulstiftung

01.06.2016 Wiebke Nenoff

Außergewöhnliche Gäste waren letzten Montag bei uns in der Schulstiftung: sechs Schüler des Schülerparlamentes der Evangelischen Grundschule Göltzschtal aus dem vogtländischen Reumtengrün/ Auerbach besuchten unser Team – um Fragen zu stellen und von dem Brief aus dem Bundeskanzleramt zu berichten. Begleitet waren sie von der Lehrerin Frau Wagner, zwei engagierten Eltern und Frau Speck, die Vorsitzende des Trägervereins.

 

Interessiert stellten Dominik (Kl. 4), Samia (Kl. 2), Heidi (Kl. 3), Piet (Kl. 1), Pia (Kl. 2)und Lavinia (Kl. 1) ihre Fragen an Herrn Schmidt aus dem Vorstand: „Was macht die Schulstiftung? Woher nimmt die Schulstiftung ihr Geld? Wie arbeitet das Team der Schulstiftung zusammen, gibt es manchmal Streit? Sind Sie, Herr Schmidt, gern zur Schule gegangen?“

 

Und natürlich hatten wir auch viele Fragen, zum Schülerparlament und zu dem, was es mit dem Brief aus dem Bundeskanzleramt auf sich hat: Seit zwei Jahren gibt es das Schülerparlament, ließen wir uns erklären. Ins Leben gerufen hat das Schülerparlament die Beratungslehrerin Frau Wagner, weil es ihr und der Schule wichtig war, die Schüler an der Gestaltung des Schullebens partizipieren zu lassen. Die gewählten Klassenvertreter treffen sich jeden Mittwoch und besprechen aktuelle Themen. Dabei werden konkrete Probleme besprochen, Streit und Konflikte geklärt, der gemeinsame Schulregelkatalog vereinbart und auch Veranstaltungen organisiert.

 

Ein Ereignis hat in den letzten Wochen die Schule und das Schülerparlament besonders beschäftigt – der Schriftwechsel mit Frau Merkel. Anlass dazu war ein Besuch der 4. Klasse beim Landtagsabgeordneten Herrn Voigt (CDU) in Dresden im März dieses Jahres. Die Schüler haben sich das Parlament angesehen und hatten viele Fragen zur Arbeit des Abgeordneten und zu politischen Themen. Einige Fragen zu bundespolitischen Themen konnte der Abgeordnete nicht beantworten und schlug daher vor, die Schüler sollten diese in einem Brief an Frau Merkel direkt stellen, den er persönlich übergeben wolle. „Gesagt – Getan!“ meint Frau Speck.

 

Die Schüler der 4. Klasse berichteten von dieser Idee im Schülerparlament und es wurde beschlossen, dass jeden Klasse sich an diesem Schreiben beteiligt. So entstanden mehrere Briefe mit Fragen und Wünschen, Bitte- und Dankeskarten und ein großer Brief der 4. Klasse. Herr Voigt hielt sein Versprechen und überreichte diese der Kanzlerin.

Im April kam dann ein Schreiben aus dem Bundeskanzleramt verfasst von einem Mitarbeiter der Kanzlerin. „Wir fanden es traurig, dass Angela Merkel den Brief nicht selbst geschrieben hat“ sagt Heidi dazu. Leider hat der Brief auch die Fragen der Kinder nicht beantwortet. „Nun, es würde den Umfang dieses Briefes sprengen, würde die Bundeskanzlerin auf jeden Eurer Punkte eingehen wollen.“ Heißt es im Anschreiben „Das ist aber auch schon deshalb nicht erforderlich, weil Ihr auf den Internetseiten der Bundesregierung, der 14 Bundesministerien und der nachgeordneten Behörden eine Vielzahl von Informationen zu allen von Euch  angesprochenen Themen findet.“ Etwas enttäuscht blieben die Schüler schon über diese Antwort. „Der Brief war so geschrieben, dass wir alles übersetzen mussten“ sagt Heidi.

 

Ein wenig stolz waren sie trotzdem alle auf dieses Schreiben – Post aus dem Bundeskanzleramt erhält man schließlich nicht jeden Tag!

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anpacken, Evangelische Grundschule Göltzschtal, Leben, Lernen, Schulstiftung