Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. OK
Die Evangelischen Schulen in Sachsen.

Allgemein — Nachricht

Gesegnete Adventszeit und ein frohes Fest

21.12.2015 Wiebke Nenoff

Warten ist eine Kunst

Advent feiern heißt warten können; Warten ist eine Kunst, die unsere ungeduldige Zeit vergessen hat. Sie will die reife Frucht brechen, wenn sie kaum den Sprößling setzte; aber die gierigen Augen werden nur allzuoft betrogen, indem die scheinbar so köstliche Frucht von innen noch grün ist, und respektlose Hände werfen undankbar beiseite, was ihnen so Enttäuschung brachte. Wer nicht die herbe Seligkeit des Wartens, das heißt des Entbehrens in Hoffnung, kennt, der wird nie den ganzen Segen der Erfüllung erfahren. Wer nicht weiß, wie es einem zumute ist, der bange ringt mit den tiefsten

Fragen des Lebens, seines Lebens, und wartend, sehnend ausschaut bis sich die Wahrheit ihm entschleiert, der kann sich nichts von der Herrlichkeit dieses Augenblicks, in dem die Klarheit aufleuchtet träumen, und wer nicht um die Freundschaft, um die Liebe eines anderen werben will, wartend seine Seele aufschließt der Seele des anderen, bis sie kommt, bis sie Einzug hält, dem bleibt der tiefste Segen eines Lebens zweier Seelen ineinander für ewig verborgen. Auf die größten, tiefsten, zartesten Dinge in der Welt müssen wir warten, da gehts nicht im Sturm, sondern nach den göttlichen Gesetzen des Keimens und Wachsens und Werdens.

Dietrich Bonhoeffer (1906-1945)

 

Mit diesem Worten Bonhoeffers möchten wir Sie im Trubel der Adventszeit einladen, kurz inne zu halten in der „Herrlichkeit des Augenblickes“.
Wir danken Ihnen für die gute Zusammenarbeit im letzten Jahr und wünschen Ihnen und Ihren Familien eine besinnliche Adventszeit, ein frohes Weihnachtsfest und ein segensreiches Jahr 2016.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr Team der Schulstiftung

 

Autor(en) des Artikels

Tags

Advent, Schulstiftung, Segenswünsche