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Die Evangelischen Schulen in Sachsen.

Lehrerzimmer — Gemeinde

Ephoralkonferenz Leipziger Land

03.12.2015 Wiebke Nenoff

Das Schulzentrum Muldental in Großbardau war Gastgeber der Ephoralkonferenz des Leipziger Landekreises am 25.11.2015.

Das von Superintendent Matthias Weismann einberufene Treffen der Mitarbeiter und Pfarrer stand unter der Fragestellung „Evangelische Kirche und Evangelische Schule – was haben wir miteinander zu tun?“. Neben dem organisatorischen Rahmen war die Versammlung als Raum der Begegnung und des Austauschs zwischen den evangelischen Schulen und Gemeinden des Kirchenbezirks gedacht.

Begonnen hat die Konferenz mit einer Andacht von Frau Bettina Baumgärtel, der Bezirkskatechetin und Schulreferentin der Kirche im Leipziger Land. Als Mitbegründerin des Evangelischen Schulzentrums in Leipzig eröffnete sie einen Rückblick auf die ersten Jahre des evangelischen Schulwesens in Sachsen.

Dem folgte ein Impulsreferat von Oberlandeskirchenrat Burkart Pilz, Dezernent für Bildung und Diakonie und Vorsitzender des Kuratorium der Schulstiftung der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens. Das Verhältnis von Kirche und Schule, Glaube und Bildung beschrieb er als aufeinander verwiesene Geschwisterkonstellation: „Wir suchen einen reflektierten, sprachfähigen und dialogfähigen Glauben. Die Bildungsfrage ist für uns als evangelische Kirche deshalb nicht ins Belieben gestellt. Bildung gehört nach reformatorischer Lesart zum Wesen von Christentum und Evangelischer Kirche.“

Evangelische Schulen als Orte des Lernens und Lebens brauchten den geistlichen Resonanzraum der Kirche. Kirche ohne Bildung führe in eine geistige Verarmung. Besondern im Osten – im Kontext des verbreiteten Nichtvorhandenseins religiöser Bindung –  komme den evangelischen Schulen eine besondere Stellung zu. Burkart Pilz rief im Abschluss  seiner Rede zur besseren Zusammenarbeit von Kirche und Schule auf, auch wenn diese immer in der Spannung zwischen Pflicht und Freiwilligkeit stünde.

Anschließend stellten sich die drei evangelischen, allgemeinbildenden Stiftungsschulen im Kirchenbezirk mit ihrer Geschichte, ihrem Konzept und ihren Visionen vor: die Lebenswelt Grundschule aus Zwenkau, das Lernwelten Gymnasium aus Böhlen und das Schulzentrum Muldental. Es wurde die Zusammenarbeit zwischen den Schulen und ihren Gemeinden vor Ort beschrieben und mögliche Potentiale und Wünsche im zukünftigen Miteinander formuliert und erörtert.

Im Januar ist ein weiteres Treffen von der Kirchenbezirksleitung und den Schulvertretern vorgesehen, was den weiteren gemeinsamen Weg konkretisieren möchte.