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Die Evangelischen Schulen in Sachsen.

Schulhof — Bericht

Evangelische Schulen stellen sich vor: Die Evangelische Schule Coswig

30.01.2015 Priska Krüger

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Eine Schule von 1 bis 10 – Geht das? Und wenn ja, wie?

Heute ist ein besonderer Tag. Am Nachmittag soll unser neues Schulgebäude offiziell eröffnet werden. Zuvor haben wir für den Vormittag ein kleines Experiment geplant. Der Tag steht unter dem Motto des gemeinsamen Lernens: Was würde passieren, wenn all unsere Schülerinnen und Schüler in bunt gemischten Gruppen von unseren jetzigen Klassen 1 bis 8 eine gemeinsame Kunstaktion durchführen? Wir wagen den Versuch und sind erstaunt. Statt Chaos finden sich die jahrgangsübergreifenden Gruppen schnell zusammen. Die Schülerinnen und Schüler tauschen Ideen aus, unterstützen sich gegenseitig und lösen ihre Aufgaben mit Bravour. Doch wie war das möglich?

Zugegeben, es ist nicht das erste Mal, dass unsere Schülerinnen und Schüler gemeinsam an einer Sache arbeiten. Regelmäßig über das Schuljahr verteilt gibt es Aktivitäten, bei denen der altershomogene Klassenverband zugunsten von jahrgangsübergreifenden Lernaktivitäten aufgehoben wird. So z. B. während unserer Projektwoche oder unseres Experimentiertages, bei dem ein naturwissenschaftliches Phänomen unter die Lupe genommen wird.

Außerdem gibt es gemeinsame Aktionen, die sowohl von unserer Primar- als auch unserer Sekundarstufe getragen werden wie unser jährlich stattfindendes Literaturcafé für Senioren aus Coswig. Zusammen studieren hier unsere Schülerinnen und Schüler ein buntes Programm mit Gedichtvorträgen, musikalischen und szenischen Beiträgen ein und tragen dies dem Publikum vor.

Das Gemeinschaftsgefühl wird aber vor allem durch die zahlreichen Aktivitäten rund um das Kirchenjahr gestärkt. So gibt es beispielsweise während der Adventszeit wöchentlich ein gemeinsames Morgensingen, natürlich auch Andachten zu Weihnachten, Ostern sowie zum Schuljahresanfang- und ende.

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All diese Aktivitäten müssen geplant und organisiert werden. Deshalb gibt es regelmäßige gemeinsame Dienstberatungen der Kolleginnen und Kollegen der Primar- und der Sekundarstufe. Nicht alles verläuft dabei immer reibungslos. Viele Abstimmungen müssen getroffen werden, die den Bedürfnissen der „Kleinen“ wie der „Großen“ Rechnung tragen.

Doch die Mühe lohnt. Denn unsere Schülerinnen und Schüler erhalten so die Chance eine Schullaufbahn in einer Schule zu absolvieren. Die Brüche zwischen Klasse 4 und 5 fallen geringer aus, da durch das Miteinander und gemeinsame Rituale Kontinuitäten entstehen, die unseren Schülern Stabilität vermitteln. Freie Arbeitsformen, wie sie im Primarbereich erlernt werden, erleichtern das selbstständige Arbeiten in der Sekundarstufe. Kleine Klassen von maximal 23 Schülern und die Einzügigkeit unserer Schule begünstigen zudem den Blick auf jeden einzelnen Schüler.

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Diese Ganzheitlichkeit ist eine Besonderheit in der sächsischen Schullandschaft, aber nicht nur da. Und ja, es geht – und wie!

Autor: Ein Beitrag der Evangelischen Schule Coswig

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Evangelische Schule Coswig, Evangelische Schulen