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Die Evangelischen Schulen in Sachsen.

Allgemein

FAQ zu Schulöffnungen

05.05.2020 Patrick Franz

Kultusministerium beantwortet 6 wichtige Fragen zur schrittweisen Wiederaufnahme

 Bild: Das sächsische Kultusministerium in Dresden

 

Die schrittweisen Klassen- und Schulöffnungen stellen die evangelischen Schulen vor größere organisatorische Aufgaben. Die Schulstiftung hat gemeinsam mit der Landesarbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der freien Schulen (kurz: LAGSFS) konkrete Fragen an das sächsische Kultusministerium gestellt. Die Antworten können Sie hier nachlesen.

 

  1. Die freien Schulen wünschen sich in Abhängigkeit der rechtlichen Vorgaben zum Infektionsschutz flexiblere Möglichkeiten bei der Wiederaufnahme des Schulbetriebes.  Ist es wie in anderen Bundesländern auch in Sachsen für freie Schulen möglich, von den zentralen Regelungen für Schulen in öffentlicher Trägerschaft abzuweichen?

 

Antwort des Kultusministeriums: Den Rahmen für die Tätigkeiten der Schulen in freier Trägerschaft bilden auch in Bezug auf die Wiederaufnahme und Ausgestaltung des Unterrichts das Infektionsschutzgesetz und die jeweils geltenden Allgemeinverfügungen im Vollzug des Infektionsschutzgesetzes. Solange die individuelle Ausgestaltung der Maßnahmen durch die Schule in freier Trägerschaft sich einerseits in diesem Rahmen hält und andererseits die Gleichwertigkeit zu den Maßnahmen an Schulen in öffentlicher Trägerschaft gewährleistet ist, sehe ich kein Hindernis für flexible Ausgestaltungen nach den Verhältnissen vor Ort. Zu betonen ist allerdings, dass der eröffnete Rahmen derzeit nur für die ausdrücklich benannten Klassen bzw. Klassenstufen/Jahrgänge einen Unterricht vor Ort zulässt.

 

  1. Kann es ermöglicht werden, dass Pädagogen einzelne Schüler*innen (nach Zustimmung und Absprache mit den Sorgeberechtigten) auch zu Hause besuchen und kurzzeitig betreuen (gerade bei Risiko-Kindern mit besonderen Förderbedarfen)?

 

Antwort des Kultusministeriums: Gleiches wie oben (siehe 1.) gilt für den Besuch von Lehrkräften bei Schülern zuhause. Dadurch möglicherweise entstehende Mehrkosten liegen allerdings im Verantwortungsbereich des Schulträgers.

 

  1. Für alle Schulen stehen die Fragen der Durchführung von Elternabenden und Aufnahmegesprächen sowie auch oft der Zeugnisgespräche (in diesem besonderen Jahr sicher auch besonders wichtig) im Raum.

 

Antwort des Kultusministeriums: Hier gilt ebenfalls der oben genannte rechtliche Rahmen. Die Schule entscheidet, wenn die Veranstaltungen grundsätzlich wieder zulässig sind, in eigener pädagogischer Freiheit unter Einhaltung der Gleichwertigkeit zu Schulen in öffentlicher Trägerschaft, welche Veranstaltungen in welcher Form durchgeführt werden können. Dazu ist immer auch zu beachten, dass alle Hygieneanforderungen sichergestellt sein müssen. Das SMK hält darüber hinausgehende Vorgaben nicht für erforderlich. Um konkret auf ein genanntes Beispiel einzugehen: Gemäß Ziffer 1.1 der Allgemeinverfügung sind alle schulischen Veranstaltungen untersagt bis auf die, die anschließend als Ausnahmen ausdrücklich gebilligt sind. Da Elternabende hier nicht aufgeführt sind, sind sie nicht möglich.

 

  1. Speziell für Förderschulen stellen sich zwei weitere Fragen. Zum einen: Wie soll das Besuchsverbot zukünftig geregelt werden, besonders in Hinblick auf Elterninformationsabende, Schüleraufnahme? Zum anderen: Wie ist das Praktikum der Werkstufenschüler*innen zu betrachten? Regelung wie bei allgemeinbildenden oder wie bei berufsbildenden Schulen? Wünschenswert wäre eine Regelung wie in den berufsbildenden Schulen: Das Praktikum kann durchgeführt werden, wenn der Betrieb und der Schüler/die Schülerin dies wollen und können.

 

Antwort des Kultusministeriums: Zu den speziellen, die Förderschulen betreffenden Fragen, wird es vom Fachreferat gesonderte Antworten geben.

 

  1. Warum weicht der Erlass des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus zur Durchführung der staatlichen praktischen Abschlussprüfungen 2020 an der Berufsfachschule für Pflegehilfe, der Berufsfachschule für Sozialwesen und der Fachschule, Fachbereich Sozialwesen erheblich vom Vorgehen z.B. in Brandenburg ab? Warum gibt es kein wenigstens abgestimmtes Vorgehen?

 

Antwort des Kultusministeriums: Sowohl die Erzieherausbildung (Fachschule), die Sozialassistentenausbildung (Berufsfachschule) als auch die Ausbildung in der Pflegehilfe (Berufsfachschule) sind landesrechtlich geregelte Ausbildungen auf der Grundlage der KMK-Rahmenvereinbarungen über Berufsfachschulen bzw. über Fachschulen. Auf dieser Grundlage werden die Abschlüsse in allen Bundesländern anerkannt. Die konkrete Ausgestaltung der Ausbildung sowie das Prüfungsgeschehen obliegt jedoch den einzelnen Ländern und wird auch schon bisher in diesen z. T. unterschiedlich umgesetzt. Mit einem Großteil der Länder gab es zuvor einen Austausch bezüglich der berufspraktischen Prüfung in diesem Schuljahr.

 

 

  1. In der Übergangsphase können durch die Verordnungen bzw. Vorgaben des Freistaates Mehrkosten entstehen, die nicht über die Soll-Kosten-Formel abgedeckt sind. Wie plant der Freistaat, diese den freien Trägern zu erstatten?

 

Antwort des Kultusministeriums: Bei einer Umsetzung der Übergangsphase entsprechend der Umsetzung an Schulen in öffentlicher Trägerschaft sieht das SMK keinen Anlass für die Entstehung von Mehrkosten.

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