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Die Evangelischen Schulen in Sachsen.

Lehrerzimmer — Inklusion

Inklusionsbeauftragte an evangelischen Schulen

24.01.2017

Vernetzungstreffen in Erfurt

Am 17.01.2017 lud die Evangelische Schulstiftung in Mitteldeutschland in ihr Domizil nach Erfurt ein. Der Einladung folgten auch Inklusionsbeauftragte befreundeter Schulstiftungen – der Schulstiftung in der EKBO, der Evangelischen Schulstiftung Bayerns und der Schulstiftung der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens. Damit ist nach dem Auftakttreffen der Inklusionsbeauftragten im November der nächste Schritt zu einer überregionalen Vernetzung der verschiedenen Schulstiftungen getan. Erklärtes Ziel aller Beteiligten ist es, überregional Folgetreffen auf dem Weg zur inklusiven Schulentwicklung zu initiieren.

 

Vorgestellt wurde in Erfurt die Handreichung „Auf dem Weg zur inklusiven Schule: professionell, vielfältig, beweglich – Der Index für Inklusion an der Evangelischen Grundschule Nordhausen – Anregungen für die Praxis“. Grundlage dieser Sammlung ist ein inklusives Schulprojekt der Evangelischen Grundschule Nordhausen, an dem mit Unterstützung von Mitarbeitern der Universität Erfurt seit 2014 über einen Zeitraum von zwei Jahren erfolgreich gearbeitet wurde. Dort gelang es, ein dem inklusiven Gedanken folgendes Schulprogramm zu entwickeln und die währenddessen gesammelten Erfahrungen zu bündeln.

 

Die Inklusionsbeauftragten der Evangelischen Schulstiftung in Mitteldeutschland stellten das Projekt und die Handreichung – untermauert von einem reichhaltigen Schatz an Erfahrungen und Praxismaterialien – vor und machten damit diesen Schatz dankenswerterweise auch anderen zugänglich. Ein weiteres Thema war die Vorstellung der mit Unterstützung der TU Ilmenau entstandenen SharePoint-Website „Inklusive Schulentwicklung in der Evangelischen Schulstiftung in Mitteldeutschland“, die die Netzwerkarbeit von Schulen auf dem Weg zur Inklusion befördern soll und ein Medium zum Erfahrungsaustausch darstellt. Auf einem der nächsten Treffen der Inklusionsbeauftragten der sächsischen Schulstiftung wird es dazu einen Bericht geben.

 

Unter folgender Prämisse können auch wir in Sachsen das Thema Inklusion als Handlungsfeld von und Herausforderung für Schule bearbeiten. „Aus Erfahrung können wir bestätigen: Inklusion bedeutet mehr als die Beschulung von Menschen mit Behinderungen. Hinter Inklusion verbirgt sich auch die zutiefst christliche Haltung, jeden Menschen so anzunehmen, wie er ist, mit all seinen Stärken und Schwächen. Eine solche Einstellung verändert im besten Fall eine Schule insgesamt. … In der Evangelischen Grundschule Nordhausen ist zu beobachten, dass die Beschulung von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf positive Kräfte freisetzt, die schließlich die gesamte Schule voranbringen.“ (M. Eberl)

 

Die Veranstaltung war sehr informativ und beinhaltete – neben wertvollem Erfahrungswissen, das in inklusiven Schulentwicklungsprozessen nutzbringend angewendet werden kann – die positive Erkenntnis, dass sich an verschiedenen Orten Schulen auf den Weg machen, um mit viel Engagement Schule im Sinne des inklusiven Gedankens zu gestalten und sich dabei gegenseitig zu unterstützen.

 

Angelika Vogel
Förderpädagogin am Evangelischen Schulzentrum Leipzig