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Die Evangelischen Schulen in Sachsen.

Allgemein

Neu an einer evangelischen Schule?!

17.01.2020

An einer evangelischen Schule arbeiten bedeutet Vielfalt und Eigenheiten stehen lassen zu dürfen. Wir dürfen Fragen stellen und selber Lernende sein gemeinsam mit den Schüler*innen. Dies waren Gedanken, die sich innerhalb dieser Tage Bahn brachen bei den Teilnehmenden. Menschen mit verschiedener Religionszugehörigkeit aber auch konfessionslose arbeiten und lernen an den Evangelischen Schulen in Sachsen. Alle Teilnehmenden des Kurses – ungeachtet der Konfession – stellten sich denselben Fragen:

Was fällt Ihnen in Bezug auf Religion im Umgang mit Ihren Schülern und Kollegen eher leicht, was ist schwieriger? Welche Rolle spielt Religion/Spiritualität für Sie im Alltag einer evangelischen Schule? Wie wichtig ist Ihnen, dass Ihre Schule eine christliche ist? Wie gestalte ich eine Andacht – was hemmt mich dabei? Wieso lässt Gott so viel Leid auf der Welt zu? Wie kann ich verschiedene Räume und Methoden nutzen, um die Wirksamkeit von (biblischen) Worten zu verstärken?

Unter anderem diese Fragen haben wir uns gemeinsam mit Pfarrer Tobias Hanitzsch und Alexandra Hanitzsch (Sozialpädagogin) aus Dresden im Kurs „Neu an einer evangelischen Schule?!“ in 1,5 Tagen gestellt. Die 27 Stunden an der Evangelischen Akademie und in der Stadt Meißen waren ein Erlebnis mit vielen Sinnen. Wir, das sind 11 Lehrerinnen/Lehrer und Erzieherinnen/Erzieher und ich als Kursbegleiterin von der Schulstiftung, die auf dem Weg sind, sich in vier Modulen bis zum Schuljahresende, als professionelle Bezugspersonen für Kinder und Jugendliche im System evangelische Schule zu orientieren.

In vertrauensvoller Atmosphäre und in einer durch lange Geschichte und bedeutende Ereignisse geprägten Umgebung sind wir dem Thema evangelisch sein, evangelisches Profil an der Schule und eigener religiöser Prägung auf die Spur gekommen. Wir haben gedacht, gelacht, den Referent*innen und uns gegenseitig zugehört, Sorgen, Nöte und Freuden des schulischen Alltages beleuchtet.

Muss ich selber Christ sein, um lebendiges evangelisches Profil zu vermitteln? Übungen zur Grenzwahrnehmung zwischen eigenen Glaubensüberzeugungen und dem professionell begleitenden Handeln an der Schule und ein achtungsvolles, vertrauensvolles Miteinander erlaubte es, sich diesen Fragen gemeinsam zu widmen.

Da auch Umgebung und Räume eine nicht unwesentliche Rolle für evangelisches Profil und Schule spielen, haben wir uns in einer romantischen Abendführung von Meißen verzaubern lassen und in einer anschließenden sehr offenen Runde im Ratskeller Fragen zum Glauben und Gemeinsamkeiten zwischen Kirche und Schule, zwischen Pädagogik und Glauben, diskutiert. Mit unter anderem diesen Inspirationen wandten wir uns auch dem Thema Gestaltung von Andachten mit verschiedenen schulischen Zielgruppen zu. Achtsam für die Gruppe und die jeweiligen Themen haben uns die beiden Referent*innen wunderbar begleitet und berührt.

Diese aus meiner Sicht sehr gelungene Veranstaltung lässt Vorfreude auf das Wiedersehen in der Gruppe und das kommende Seminar zum Thema „Der Lehrer als Person. Lehren und Lernen ist Beziehung“ aufkommen.

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