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Die Evangelischen Schulen in Sachsen.

Allgemein

Petition für freie Schulen erfolgreich

08.10.2019 Patrick Franz

12.000-Unterschriften-Hürde geknackt!

Die Freude über die erfolgreiche Petition für freie Schulen wird bei vielen Schülern groß sein.

12.000 Menschen in Sachsen haben sich für eine finanzielle Gleichbehandlung freier Schulen eingesetzt. Damit wurde die anvisierte Zahl an Unterstützern bereits 65 Tage vor Ende der Petition erreicht. Die Unterschriften werden an den Präsidenten des sächsischen Landtags Dr. Matthias Rößler (CDU) übergeben.

 

So entschieden sich die Teilnehmenden, den Forderungen der „Landesarbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände freier Schulträger in Sachsen“ (kurz: LAGSFS) Gehör zu verschaffen. Gerade an den 74 Evangelischen Schulen, die damit den größten Teil aller freien Schulen ausmachen, gilt die christliche Überzeugung „Hauptfach Mensch“. Dieses Prinzip soll dem Individuum im Schulalltag mehr Raum zur moralischen Entwicklung und damit auch zur persönlichen Entfaltung und Achtung anderer Menschen geben. Deshalb kann es nicht sein, dass Kinder und Jugendliche an freien Schulen, die ihren Gegenübern mehr Wertschätzung entgegenzubringen lernen, indirekt benachteiligt werden. Denn dieselbe finanzielle Unterstützung Ihres Lernens bleibt ihnen durch den Freistaat bisher verwehrt, sie sind de facto für den Staat also weniger Geld wert. Schulstiftungsvorstand Volker Schmidt erklärt: „Das klare Votum der Menschen kommt nicht überraschend, vielmehr bestätigt es die Dringlichkeit der Debatte.“

 

Daraus leiten sich die vorzunehmenden Änderungen im „Sächsischen Gesetz über die Schulen in freier Trägerschaft“ ab. Da die Verbeamtung im Staatsdienst den Lehrermangel auf Seiten freier Schulen verschärft, können Personalkostenzuschüsse nicht mehr mit einem Absenkungsfaktor von 90 Prozent im Vergleich zu staatlichen Schulen verringert werden. Gleichwohl kann eine Möglichkeit, verbeamtete Lehrer für den Dienst an freien Schulen zu beurlauben, Abhilfe schaffen. Dazu müssen alle Sachkosten zum Betrieb von Schulen bei den sogenannten Schülerausgabensätzen berücksichtigt werden. Freie Schulen sollen im Verhältnis ihrer Größe an allen staatlichen und kommunalen Schulförderprogrammen beteiligt werden. Seit heute steht fest: Für all das haben nun 12.000 Bürger in Sachsen gestimmt.

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