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Die Evangelischen Schulen in Sachsen.

Allgemein

Schulstiftung unterstützt evangelische Schulen bei Prävention sexualisierter Gewalt

17.09.2019 Patrick Franz

Die Schulstiftung der sächsischen Landeskirche hat einen Rahmenvertrag mit Shukura, einer Fachstelle gegen körperliche und sexualisierte Gewalt der gemeinnützigen GmbH AWO, geschlossen. Damit können evangelische Schulen fortan bei der Entwicklung eines Schutzkonzeptes zur Prävention von Kindesmissbrauch unterstützt werden.

 

Dazu wurden in einem über anderthalb Jahre währenden Prozess Handlungs- und Krisenleitfäden erarbeitet, sodass auf deren Basis konkrete Schutzmechanismen an den evangelischen Schulen installiert werden können. Im nächsten Schritt können die Schulträger der evangelischen Schulen ihr Interesse nun bei der Schulstiftung anzeigen und werden daraufhin von Shukura bei einem Informationsgespräch beraten. Anschließend kann ein Förderantrag bei der Schulstiftung gestellt werden, der bei positiver Annahme durch das Kuratorium bis zu 75 Prozent der Kosten des Projektes abdeckt. Schulstiftungsvorstand Volker Schmidt erklärt: „Das Thema ist von hoher Wichtigkeit, da geeignete Schutzkonzepte die Augen öffnen können, wenn erste Anzeichen für Verfehlungen im Bereich körperlicher oder sexualisierter Gewalt auftauchen.“

 

Gerade auch wenn es in Familien zu Missbrauchsvorfällen kommt, sind die Schulen in der Pflicht, das Jugendamt einzuschalten. Diese Verfahren, die in elterliche Rechte eingreifen, stellen im pädagogischen Alltag eine besondere Herausforderung dar. Gleichwohl liegt es an den Schulen und ihren Mitarbeitern, den Schutzauftrag des Gesetzgebers zum Wohl der Kinder und Jugendlichen ernst zu nehmen und täglich zu gewährleisten. Daher ist die Auseinandersetzung mit dem Thema Kindeswohlgefährdung mit konkreten Abläufen an den Schulen zu untermauern.

 

Sobald der formale Prozess einer Zusammenarbeit evangelischer Schule mit Shukura in Gang gekommen ist, richten Schulleitung und Kollegium in Absprache mit der Fachstelle eine Steuergruppe ein, welche die vorformulierten Handlungs- und Krisenleitfäden der Schulstiftung konkret an die Schule anpasst. Somit werden Kontakte zum Jugendamt geknüpft sowie Abläufe und Adressen für den Krisenfall festgelegt. Außerdem soll das Schutzkonzept allen Lehrern der Schule vorgestellt werden, sodass die Lehrenden für das Thema besonders sensibilisiert sind. Weitere vertiefende Beratungen durch Shukura runden die Vorbereitung für den Ernstfall ab.

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