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Die Evangelischen Schulen in Sachsen.

Allgemein

Unterricht auf Distanz – unsere Tipps für Lehrkräfte

26.03.2020 Patrick Franz

Schulstiftung richtet auch BeratungsstundeN ein

Liebe Lehrkräfte an evangelischen Schulen,

ganz sicher stellt der Unterricht auf Distanz, also von zu Hause aus und ohne direkten Kontakt zum Team und den Schüler*innen, auch Sie vor besondere Herausforderungen. Diesen versuchen Sie zu begegnen, indem Sie verstärkt auf digitale Kommunikationswege setzen oder Arbeitsaufträge per Post versenden. Es ist sehr beeindruckend zu erleben, mit wie viel Kreativität und Phantasie alle versuchen, mit der Situation umzugehen. Wir haben in Reaktion auf Anfragen aus den Schulen einige Hinweise zusammengestellt, die Ihnen diesen außergewöhnlichen Alltag vielleicht ein wenig erleichtern können.

  • Bringen Sie (über die Eltern) in Erfahrung, wer von den Schülern wie zu erreichen ist. Wie viele Schüler*innen sind digital erreichbar? Können die anderen zu festen Zeiten über die Geräte der Eltern auch digital angesprochen werden?
  • Achten Sie darauf, dass die Kommunikation erhalten bleibt:
    • Im Team
    • Mit den Schüler*innen
    • Mit den Eltern.

Es schafft Sicherheit und Struktur, wenn es dafür jeweils festgesetzte Zeiten gibt, auf die sich jede*r einstellen kann.

  • Prüfen Sie, welche Kommunikationskanäle Sie anbieten möchten:
    • Mail, Telefon, Videokonferenz (BigBlueButton), Chat, Etherpad…
    • Zum Etherpad: Hier kann ein Thema eingeführt werden oder eine Diskussion zu Aufgaben geführt werden. Jeder kann mitschreiben und das Pad am Ende abspeichern
  • Richten Sie bei der Übergabe der Aufgaben möglichst einen Rückkanal ein. Eine einfache Übergabemöglichkeit ist ein Padlet (padlet.com): Klassenlehrer*in legt ein Padlet an, pro Fach eine Spalte, darauf kommen die Aufgaben, es können weitere Materialien verknüpft werden, Schüler können kommentieren, z.B. Fragen stellen. Oder: Fachlehrer legt Padlet an, für jede seiner Klassen eine Spalte.
  • Nehmen Sie sich Zeit! Planen Sie beispielsweise Zeit ein, um die Kommunikationswege mit den Schülern erst einmal mit einigen wenigen Kolleg*innen und dann auch mit den Schüler*innen zu testen.
  • Eingescannte analoge Materialien (Arbeitsblätter, Buchseiten) sollten Sie besser nicht per Mail schicken, das überlastet die Posteingänge und dann kommt gar nichts mehr an! Nextcloud (oder eine andere Cloud) oder Dateiübertragung per WeTransfer (wetransfer.com, kostenlos und ohne Registrierung) sind der bessere Weg.
  • Achten Sie auf eindeutige Dateibezeichnungen und Arbeitsanweisungen, damit Eltern und Schüler die Aufgaben richtig zuordnen können
  • Wählen Sie die Abgabezeiten mit Bedacht, so dass die Schüler die Chance haben, sich in dieser außergewöhnlichen Zeit die Arbeit selbst einteilen zu können. Mancher macht vielleicht lieber einen ganzen Tag lang nur ein Fach und am nächsten arbeitet er an einem anderen, während andere den schnellen Wechsel der Inhalte bevorzugen.

 

  • Struktur der Aufgaben:
    • Aufmerksamkeitsspanne beachten
    • Daran denken, dass viele Kinder allein arbeiten müssen
    • Erwartungen nicht zu hoch setzen
    • Abwechslungsreiche Einheiten erstellen, z.B. mit Videos, interaktiven Übungen usw.
    • Größere Forschungsaufgaben, die Kindern Möglichkeiten der eigenen Ausgestaltung lassen à hier ist aber Absprache mit den anderen Fachlehrer*innen nötig, damit die Kinder nicht zugeschüttet werden
    • Gruppenarbeit fördern: Die Kinder können auch per Telefon oder Online-Dokument (z.B. Etherpad) zusammenarbeiten
    • Überlegen Sie, wie die Schüler ihren Lernfortschritt selbst kontrollieren können. Möglichkeiten je nach Alter: Quizz, z.B. Kahoot.com, LearningApps.org, ein Blog, ein Lerntagebuch, …; weitere Möglichkeiten auf dem Padlet

 

  • Vernetzen Sie sich mit anderen, z.B. bei
    • Twitter unter #twitterlehrerzimmer
    • Facebook-Gruppen:
      • Digitales Unterrichten in der Schule
      • Digitale Grundbildung

BERATUNGSSTUNDEN ZU PÄDAGOGISCHEN ODER TECHNISCHEN FRAGEN

Wenn Sie einfach mal ein Gegenüber zum „Etwas Loswerden“ suchen, das aber Kolleg*innen, Verwandten und Freunden nicht zumuten wollen/können, nutzen Sie gern unsere telefonische Sprechzeit dienstags zwischen 9 und 12 Uhr unter 0351/479 33 0660 oder vereinbaren Sie per Mail einen Telefontermin. Dies ist ausdrücklich kein Krisentelefon, sondern die Möglichkeit für Sie als Mitarbeitende der Evangelischen Schulen in Sachsen, eine kurze Beratung in Anspruch zu nehmen im Zusammenhang mit der jetzigen Ausnahmesituation. 

Speziell für Fragen zu digitalen Tools steht Ihnen unsere Schulentwicklungsreferentin Birgit Hofmann gern per Webkonferenz montags von 11 bis 12 Uhr und donnerstags von 8 bis 9 Uhr zur Verfügung. Bitte melden Sie sich bei Bedarf per Mail (b.hofmann@evlks.de) an, so dass Sie zur Videoschalte eingeladen werden können. 

Mehr konkrete Tipps zu unseren Tools der ev. Schulen in Sachsen finden Sie in diesem Dokument.

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