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Die Evangelischen Schulen in Sachsen.

Allgemein

Zuversicht hilft gegen Corona

24.03.2020 Patrick Franz

Gastbeitrag von Schulpfarrerin Beate Damm

 Bild: Beate Damm bei einer Andacht im Kreuzgymnasium. So im persönlichen Kontakt wird das in den nächsten Wochen noch nicht geben, die Botschaften aber sind mindestens genauso hoffnungsvoll.

 

Beate Damm, Schulpfarrerin des Kreuzgymnasiums Dresden, hat Ihren Schüler*innen und allen Angehörigen der Schule eine Mail geschrieben. Wir möchten ihn auch den anderen ev. Schulen in Sachsen nicht vorenthalten. Mit einem sehr lebensnahen theologischen Impuls kann Frau Damm vielen von uns in der herausfordernden Zeit des sich ausbreitenden Coronavirus Mut zu sprechen – und uns bewegen, optimistisch zu bleiben…

„Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern, liebes Kollegium und liebe Mitarbeitende,

 

am Morgen ist es in diesen Tagen sehr still. Wie in den Ferien, aber ganz anders. Die Familien müssen den Alltag neu sortieren und Lehrende und Lernende probieren aus, wie ,Schule zu Hause‘ gelingt.

Wir fragen: Was wird kommen? Reicht es aus, nicht zur Schule zu gehen? Und vor allem, wie lange geht das jetzt so? Wie können wir uns in dieser Situation eine Portion Hoffnung bewahren, die trotzdem die Wirklichkeit nicht ausblendet und verantwortlich mit Anderen umgeht?

 

In jedem Jahr vor Ostern gibt es in der Evangelischen Kirche in Deutschland eine Aktion: „7 Wochen ohne …“. In diesem Jahr heißt sie „Zuversicht! 7 Wochen ohne Pessimismus“.

Ich gebe zu, das klingt angesichts der Nachrichten eigenartig, aber in meinem Leben und vielleicht auch bei Ihnen und Euch haben Zutrauen zu den Menschen und zu Gott durch schwierige Zeiten hindurch geholfen. Zuversicht entsteht aus dem Vertrauen, dass ein Mensch von Gott und seinen Mitmenschen gesehen und geliebt ist. Wenn wir in einer solchen (über)fordernden Zeit uns ein wenig davon abschauen, Andere zu sehen und ein verantwortungsvolles Miteinander zu wagen, ist viel gewonnen. Und wenn wir über unsere Landesgrenzen hinaussehen, zu den Orten, die plötzlich ganz aus den Nachrichten verschwunden sind, ohne dass Probleme gelöst wären – dann hilft uns das vielleicht zur Einordnung der Ereignisse.

 

Zuversicht heißt nicht, sich etwas schön zu reden oder sorglos zu sein.

Zuversicht nimmt die Tage und Dinge, wie sie sind. Zuversicht ist eine Haltung, die Hoffnung und Mitgefühl in sich trägt.

Ein zuversichtlicher Blick auf das, was uns umgibt hilft,

 

um dankbar wahrzunehmen, dass und wie viele Menschen Verantwortung übernehmen, helfen, heilen, organisieren

um Menschen zu sehen, die lieber nicht rausgehen sollten und ihnen Hilfe anzubieten

um miteinander telefonisch oder digital im Kontakt zu bleiben.

 

Sie sind und Ihr seid herzlich eingeladen, in den bestehenden Möglichkeiten im Kontakt zu bleiben, um über das zu reden, was auf dem Herzen liegt.

Gerne auch über meine Mail-Adresse, ich schreibe zurück oder rufe Sie/Euch an:

beate.damm@mail.kreuzgymnasium.de

 

Eine gute Freundin schrieb mir Sätze, von denen die ich Ihnen und Euch einige gerne weitergeben möchte:

 

Nicht alles ist abgesagt…

Sonne ist nicht abgesagt

Frühling ist nicht abgesagt

Aneinander denken ist nicht abgesagt

Lesen ist nicht abgesagt

Zuwendung ist nicht abgesagt

Singen ist nicht abgesagt

Phantasie ist nicht abgesagt

Freundlichkeit ist nicht abgesagt

Gespräche sind nicht abgesagt

Hoffen ist nicht abgesagt

Beten ist nicht abgesagt

 

Bleiben Sie gesund, behütet und herzlich gegrüßt von Beate Damm“

 

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