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Die Evangelischen Schulen in Sachsen.

Schulhof — Bericht

Zwischen den Welten

30.01.2017

Ein Dezember in der Evangelischen Schule „Stephan Roth“

 

Der Dezember ist an allen Einrichtungen sicher immer ein besonderer Monat. Wir möchten Euch gern von unserem besonderen Monat erzählen.

 

Seit 3 Jahren haben unsere Grundschüler die Gelegenheit, das Krippenspiel, das für unseren Weihnachtsgottesdienst gedacht ist, an einer Schule für geistig behinderte Kinder zu zeigen. Dies erfordert immer einen gewaltigen organisatorischen Aufwand, weil ja alle Kulissen, Spieler und Sänger dorthin gebracht werden müssen. Natürlich sind alle aufgeregt, aber die Kinder an der anderen Schule sind das auch, denn sie bekommen Gäste. Dies ist nicht so oft der Fall. Zur Aufführung selbst herrscht immer eine ganz eigene Stimmung. Wir wissen nicht, was vom Inhalt bei den besonderen Kindern ankommt, vielleicht ist es „Liebe“, „Zuneigung“ oder ein “wir sind nicht vergessen“. Der Applaus ist unseren Spielern und Sängern sicher, denn jubeln und klatschen, das beherrscht unser Publikum zu 100 Prozent. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit miteinander bei Tee und Keksen in´s Gespräch zu kommen. Da braucht man schon auch manchmal Mut. Und trotzdem gehen beide Seiten als Beschenkte zurück in den Schulalltag.

 

Außerdem haben wir die Cainsdorfer Kirchgemeinde bei der Spendenaktion für die Zwickauer Tafelkinder unterstützt. Viele Schüler haben mit ihren Eltern weihnachtliche Päckchen verpackt und mit allerlei schönen und nützlichen Dingen befüllt. Bei der Übergabe der Päckchen hat man gespürt, dass es allen Kindern Spaß bereitet hat, jemanden eine Freude zu machen.

 

Zum Weihnachtsgottesdienst wurden insgesamt 920,- € in den Klassen für das World Vision Projekt „Das gute Geschenk“ gesammelt. Dafür haben wir wieder Ziegen, Hühner, Schweine, Bienenstöcke, ein Fahrrad, Winterjacken, Solarlampen, Moskitonetze und Fruchtbaumsetzlinge für Familien in der dritten Welt erwerben können. Überwältigt sind wir immer wieder von der Spendenbereitschaft und über die Freude, die die Schüler beim Aussuchen ihrer „guten Geschenke“ haben. Da muss dann schon auch hier und da länger gerechnet werden. Wie viele Hühner und Ziegen können wir uns leisten? Und passt das Fahrrad dann auch noch mit rein?

 

Es ist schön, dass zwischen den verschiedenen Lebenswelten der Kinder Berührungspunkte entstehen können, und dass Jesus diese Welten miteinander verbindet – durch uns.

 

Sindy Schebitz

Ev. Schule „Stephan Roth“

Autor(en) des Artikels