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Die Evangelischen Schulen in Sachsen.

Schulentwicklung

Ein sehr wichtiges Anliegen der Schulstiftung ist es, den langfristigen Erhalt des evangelischen Schulwesens in Sachsen mit hoher pädagogischer Qualität und breiter Akzeptanz zu sichern und das evangelische Profil als Alleinstellungsmerkmal auf dem Bildungsmarkt zu etablieren.

Eine Stärkung des evangelischen Schulwesens als Solidargemeinschaft und der Schulqualität der einzelnen Schule soll durch systematische und partizipative Schulentwicklung erreicht werden. Die Schulstiftung leistet dafür die fachliche Expertise. Dabei kann sowohl bedarfs- als auch bedürfnisorientiert auf einzelne Anfragen der Schulen bzw. Schulträger reagiert werden. Mit speziellen Veranstaltungsformaten (z.B. Netzwerkbildung zu Arbeitsschwerpunkten, Fortbildungen, Intervision) soll ein Rahmen gesetzt werden, in dem sich Schulen wieder finden. Dabei soll die Verankerung von Erkenntnissen aus Fortbildungen, Einzelfällen und anderen Prozessen im Schulalltag nachhaltig unterstützt werden.

 

Aktuelle Schwerpunkte und Projekte  sind dabei:

 

  • Inklusionsbeauftragte

    In Kooperation mit drei weiteren Evangelischen Schulstiftungen (Ev. Schulstiftung in der EBKO, Ev. Schulstiftung in der EKM, Ev. Schulstiftung Bayern) wurden 2014/ 15 insgesamt 20 Lehrer aus sechs Bundesländern in einer umfassenden Weiterbildung zum Inklusionsbeauftragten ausgebildet.

    Die Teilnehmenden haben Grundlagen der Inklusionspädagogik, Diagnostik und inklusiver Didaktik erworben und sind ausgebildet worden, wie sie mit speziellen Lernbedürfnissen, gesonderten Leistungsbewertungen und der Gestaltung individueller Lernhilfen umgehen können.

    Die zum Inklusionsbeauftragten ausgebildeten Lehrer fungieren als Multiplikatoren an ihren Schulen und treffen sich regelmäßig in Netzwerktreffen zum Erfahrungsaustausch und zur vertiefenden Weiterbildung.

    Aufgrund der hohen Nachfrage wird eine Wiederholung der Weiterbildung angestrebt, um weitere Lehrer zu Inklusionsbeauftragten zu schulen.

  • Inklusionsassistent

    Die nachhaltige Unterstützung schulischer Inklusionsprozesse ist im Rahmen von Schulentwicklung von besonderer Bedeutung. In diesem Kontext bietet die Schulstiftung der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens den Organisationsrahmen für das zum Schuljahr 2016/ 17 durch den Europäischen Sozialfonds finanzierte Förderprogramm „Inklusionsassistent“.

    Förderprogramm

    An diesem Programm nehmen an zwölf Schulstandorten evangelische Grund- und Oberschulen, sowie Gymnasien unter dem Dach der Schulstiftung teil. Alle diese Schulen nutzen die Möglichkeit über den Förderzeitraum von 5 Jahren einen oder mehrere Inklusionsassistenten einzusetzen. Ziel ist die nachhaltige Implementierung dieser besonderen Unterstützungskräfte für Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf.

    Rahmenprogramm der Schulstiftung

    Die Schulstiftung der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens macht es sich zur Aufgabe, diese Schulen über den gesamten Zeitraum mit Hilfe eines auf die besonderen Ansprüche evangelischer Schulen konzipierten Rahmenprogrammes zu begleiten. Im Fokus dieser Prozessbegleitung durch die Schulstiftung stehen steht dabei auch der Kontext der Inklusionsassistenten an den Schulen. Wesentliche Merkmale des Rahmenprogramms sind bedarfsorientierte Fachtage, die Professionalisierung über regionale Vernetzungen mit Hospitationen, kollegiale Beratungen und themenbezogene Fachgespräche.

     

  • Wahrnehmungs- und Werteorientierte Schulentwicklung

    In Kooperation mit dem Institut für Schulentwicklung und Evaluation und der Evangelischen Schulstiftung in Bayern bietet die Schulstiftung der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens das Konzept der „Wahrnehmungs- und wertorientierten Schulentwicklung (WWSE)“ an.

     

    WWSE

    WWSE ist als Instrument zur Schulentwicklung und Evaluation aus einem mehrjährigen, wissenschaftlichen Forschungsprojekt von Klaus Wild entwickelt worden und wird vom Institut für Schulentwicklung und Evaluation umgesetzt. Im Mittelpunkt stehen dabei Wahrnehmung und Werte von Menschen.

    WWSE ist ein Konzept, das Schulen ermöglicht, sich in einem begleiteten Prozess und auf Basis tatsächlicher Bedürfnisse weiter zu entwickeln. Die Umsetzung umfasst über einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren mehrere Stufen der Evaluation, Analyse, Zielformulierung und Überprüfung.

    Bislang haben über 600 Schulen in Deutschland und Österreich an dem Programm teilgenommen. Wir unterstützen die evangelischen Schulen in Sachsen dabei, WWSE auch als Instrument für schulinterne Evaluation kennen und nutzen zu lernen.

     

    Vorgehensweise

    Im ersten Schritt wird dabei die Wahrnehmung des Lehrerkollegiums bezüglich einer „idealen“ Schule und der realen Situation anonym erfasst und evaluiert. Die Auswertungsdaten werden in moderierten Gesprächen mit dem Kollegium diskutiert mit dem Ziel, die tatsächliche Bedarfslage an der Schule zu definieren. Auf dieser Basis werden in innerschulischer Diskussion spezifische Ziele der Schulentwicklung festgelegt und konkrete Vorhaben zur Umsetzung bestimmt. Der interne Entwicklungsprozess und die Umsetzung der Ziele werden nach zwei Jahren erneut evaluiert, zertifiziert und den Bedürfnissen entsprechend neu ausgerichtet. Der gesamte Prozess der Schulentwicklung wird von ausgebildeten, unabhängigen Moderatoren begleitet.

     

    Ziel

    Wertegrundlage von WWSE sind zentrale Ergebnisse der Schulqualitätsforschung und Qualitätskriterien evangelischer Schulen. Ziel von WWSE ist es, nachhaltig die Prozesse von Personal-, Unterrichts- und Organisationsentwicklung an einer Schule positiv zu stärken und die Umsetzung des Schulprogramms zu unterstützen.

     

    Förderung durch die Schulstiftung

    Die Schulstiftung unterstützt die Durchführung von WWSE an den Schulen finanziell und organisatorisch. Bei Interesse können Sie gern Kontakt mit uns aufnehmen.

    Weitere Infos finden Sie auf der Seite des Instituts für Schulentwicklung und Evaluation.