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Die Evangelischen Schulen in Sachsen.

Schulhof — Evangelisches Profil

Die Weihnachtsgeschichte nach Carl Orff

10.12.2015 Wiebke Nenoff

Wie alle Jahre am zweiten Advent, so wurde auch in diesem Jahr wieder die Weihnachtsgeschichte nach Carl Orff in der Leipziger Michaelichkirche Leipzig aufgeführt. Dies hat eine lange Geschichte und Tradition:

1948 wurde das musikalische Hörspiel des Münchner Komponisten im bayrischen Rundfunk uraufgeführt. Katrin Fischer hat den Text aus dem Bayrischen ins Hochdeutsche übersetzt und bereits 1979 in der Leipziger Reformierten Kirche liebevoll inszeniert. Der Andrang des Publikums war von jeher enorm und die Resonanz auf die Inszenierung herzlich und von tragender Kraft. Seither wird die Weihnachtsgeschichte nach Carl Orff mit kleinen Unterbrechungen und dank des unermesslichen ehrenamtlichen Engagements vieler Mitwirkender alljährlich wieder aufgeführt. Durch die Tatenkraft von Katrin Fischer als Theaterpädagogin am Evangelischen Schulzentrum in Leipzig  finden die Aufführungen seit den neunziger Jahren regelmäßig auch in Kooperation mit der Schule statt. Schüler, Eltern und Lehrer, aber auch zahlreiche weitere Helfer, die sich dieser Tradition verbunden fühlen, tragen zum Gelingen der Aufführungen bei.

Diesen zweiten Advent war es wieder soweit: Die Michaeliskirche stand im feierlichen Licht der Inszenierung. Dem Publikum auf den vollen Kirchenbänken wird die Weihnachtsgeschichte aus der Sicht der Hirten erzählt. Nach dem traurigen Tod von Katrin Fischer in diesem Jahr hat Ulrike Lykke Langer die künstlerische Leitung übernommen. Die musikalische Leitung lag bei Elke Heiwolt mit ihrem „EvasKinderChor“ und dem Leistungskurs Musik des Evangelischen Schulzentrums.

Nach musikalischer Einstimmung mit Weihnachtsliedern aus aller Welt beginnt die Weihnachtsgeschichte: Das Orchester und der Chor tragen das Spiel. Sie rahmen und untermalen die Szenen der Hirten, den Auftritt des Engels, die leuchtende Engelsschar und das Wiegenlied „Josef lieber Josef mein“ beim Auftritt vom Maria und Josef. Besonders festlich und mit feierlicher Musik tritt der Königszug auf. Caspar, Melchior und Balthasar überreichen ihre Geschenke dem göttlichen Kind und ziehen mit ihrer prachtvollen Schar wieder davon. „Stille Nacht, heilige Nacht“, vom Orchester gespielt und von Chor und Gemeinde gesungen lässt das Spiel feierlich ausklingen.

Die Musiker treten ab, die Spieler ziehen sich in die zur Maske umfunktionierte Sakristei zurück. Beseelt und in weihnachtlicher Stimmung verlässt das Publikum die Kirche. Nach dem Auftritt werden die Kostüme abgelegt, die Musiker packen ihr Noten und Instrumente ein, Bühne und Technik werden abgebaut und alles wird sorgfältig verpackt um im nächsten Jahr wieder zu klingen, zu leuchten und zu glänzen.

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Advent, Andacht, Evangelische Schulen, Evangelisches Profil, mitmachen, Verkündigung