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Die Evangelischen Schulen in Sachsen.

Schulhof — Studienfahrt Heiliges Land

Gäste aus Palästina

31.08.2017 Wiebke Nenoff

Eine zehnköpfige Delegation mit Lehrerinnen und Lehrern des Evangelischen Schulzentrums Talitha Kumi aus Bethlehem und Palästina waren vom 10. Bis 23. August 2017 in Sachsen zu Gast. Die Gäste wohnten zunächst eine Woche bei Gastfamilien und hospitierten an verschiedenen Evangelischen Schulen: in Schneeberg, Pirna, Zwenkau, Großrückerswalde sowie Erlbach-Kirchberg.

In einem straffen Programm ging es anschließend nach Wittenberg zum Besuch der Lutherstätten und der Weltausstellung Reformation. Dem schloss sich ein Austauschworkshop zum Thema Friedenserziehung in Schneeberg an und wurde gemeinsam mit den Gästen und Oberlandeskirchenrat Burkart Pilz ein Gottesdienst in der St. Wolfgangskirche in Schneeberg gefeiert.

Zum Programm gehörten auch eine Fahrt nach Dresden mit einem Besuch beim Landesbischof Dr. Carsten Rentzing und ein Ausflug nach Leipzig mit einem Besuch des Zeitgeschichtlichen Forums mit einer Ausstellung zum deutschen Mauerfall – ein Thema, dass für die Gäste aus den besetzten Gebieten von besonderer Brisanz war.

Talitha Kumi liegt auf der Grenze zwischen Betlehem und Jerusalem – mitten im Nahost-Konflikt. Mit seinen ca. 1000 Schülern ist das in Trägerschaft des Berliner Missionswerkes stehende evangelische Schulzentrum eine der bekanntesten Deutschen Auslandsschulen im Nahen Osten ist. Es ist für seine hervorragende Bildungs- und Friedensarbeit mitten sehr geschätzt. An der Schule leben Christen und Muslime als Lehrende und Lernende im friedlichen Miteinander.

 

Eingeladen nach Sachsen hat Pfarrer Meinel aus Schneeberg, der u.a. Vorstandsmitglied des Jerusalemvereins im Berliner Missionswerks ist. Er war schon mehrfach in Bethlehem und kennt die dortigen schwierigen Bedingungen. Er beschreibt die Schule als „Ort, der atmosphärisch ein Ort des Friedens ist, am dem kein Hass herrscht.“

Der Austausch war für Gäste und die Gastgeber aus den Schulen eine große Bereicherung- nicht nur hinsichtlich der pädagogischen Arbeit. Die europäische Grenzenlosigkeit war für einige Gäste eine besondere Erfahrung, die Kraft gibt an der Vision einer friedlichen Konfliktlösung in der eigenen Heimat.

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